Holzmechaniker - Ein Beruf auch für dich claim


Leitfaden für
Ausbildungsbetriebe

Häufigsten Frage bei
der Erstausbildung
.

Broschüre für Lehrer/innen
für den berufsvorbereitenden
Unterricht

Kostenloser Download hier.

Die schriftliche Bewerbung

Hier gibt es Musterdokumente und
Tipps: Anschreiben (Muster),
Bewerbung (Muster),
Bewerbungstipps

BMBF-Handreichung
für ausbildende Fachkräfte

Kostenloser Download hier.
Video

Ausbildung, Weiterbildung und duales Studium

Ihr habt Eure kaufmännische oder technisch-gewerbliche Ausbildung in der Holz verarbeitenden Industrie erfolgreich abgeschlossen und wollt Euch beruflich weiterentwickeln? Kein Problem, denn nach der Ausbildung stehen Euch viele Wege offen.


Nach Eurer Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis könnt Ihr die nächste Stufe der Karriereleiter hochsteigen. Mit einer Weiterbildung zum/zur Meister/in oder Techniker/in übernehmt Ihr leitende Funktionen auf der mittleren Ebene im Betrieb. Die Weiterbildung zum/zur Meister/in ist stark praktisch orientiert und wird oft von Bildungsträgern berufsbegleitend angeboten. Die Weiterbildung zum/zur Techniker/in findet an Fachschulen statt. Sie ist stärker theoretisch geprägt und dauert meist zwei Jahre.

Aber dann ist noch lange nicht Schluss. Denn der erworbene Abschluss zum Meister oder Techniker ermöglicht Euch in Eurem Fachbereich ein (BA) zu absolvieren. Und wenn Ihr dabei einen guten Abschluss macht, dann könnt Ihr anschließend noch einen Master (MA) draufsetzen.

Wer über die allgemeine Hochschulreife , die fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife verfügt, kann auch den direkten Weg ins Studium wählen. Studieren ohne Ausbildung ist möglich. Es hat sich jedoch gezeigt, dass Ihr dann zwar viel theoretisches Wissen, aber kaum praktische Erfahrungen habt. Ein praktisch orientiertes Studium kann für Euch die Alternative sein. Es gibt mehrere Arten dieser so genannten dualen Studiengänge.

Wenn Ihr eine Berufsausbildung und ein Hochschulstudium machen möchtet, dann sind ausbildungsintegrierte duale Studiengänge genau das richtige für Euch. Der große Vorteil gegenüber einer klassischen Ausbildung und anschließendem Studium liegt darin, dass Ihr mit dem ausbildungsintegrierten dualen Studium schneller ans Ziel kommt. Ihr spart in der Regel ein bis zwei Jahre.

Wenn Ihr mehr Wert auf den Praxistransfer zum Ingenieur bzw. Bachelor legt, ist ein praxisintegrierter dualer Studiengang die richtige Wahl. Viele Unternehmen bieten diese Studiengänge nach einer (dualen) Erstausbildung an. Ein praxisintegriertes duales Studium besteht aus Vorlesungen an einer Berufsakademie oder Dualen Hochschule (Theorie) und der praktischen Arbeit (Praxis) in einem Unternehmen. Ihr arbeitet in den Unternehmen bereits an ingenieursnahen Aufgaben. Der Vorteil eines dualen Studiums gegenüber einem klassischen Studium besteht darin, dass Ihr das an der Hochschule erworbene theoretische Wissen unmittelbar im Unternehmen - praktisch auf Hochschulniveau - anwenden könnt (Theorie-Praxis-Transfer). Der Praxisanteil liegt in diesen Studiengängen bei 50%. Zudem verdient Ihr durch Eure Arbeit in dem Unternehmen während des Studiums auch noch Geld. Am Ende erwerbt Ihr mit dem Bachelor einen akademischen Titel.

Ein Beispiel für einen besonders effizienten dualen Studiengang ist das Modell „2+3=4“ der Berufsakademie Melle. Es verbindet beide oben genannten Dualen Studiengänge miteinander. Eine Berufsausbildung zum/zur Tischler/in oder Holzmechaniker/in und ein duales Studium zum Ingenieur Holztechnik (BA) könnt Ihr mit diesem Model in vier Jahren machen. Ihr erlernt die Kenntnisse und Fertigkeiten eines Ausbildungsberufs und werdet in die Aufgabenfelder eines Ingenieurs im Unternehmen eingeführt.

Darüber hinaus wird seit kurzem von der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) und der Handwerkskammer zu Köln auch ein trialer Studiengang angeboten. Er richtet sich an leistungsorientierte (Fach-) Abiturientinnen und (Fach-) Abiturienten, die eine handwerkliche Berufsausbildung mit einer Meisterqualifikation und einem betriebswirtschaftlichem Studium in 4,5 Jahren verbinden möchten. Das spart noch mehr Zeit, aber die Belastung ist natürlich hoch.